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Prolog

Farben. Da sind lauter Farben. Überall Farben. So viele Farben. Rot. Grün. Blau. Gelb. Lila. Orange. Der gesamte Farbkreis. Der komplette Regenbogen. So schön. Dieses Farbenspiel. Kleine Lichter. Spielen. Tanzen. Schweben. Im Kreis. Aber irgendetwas stört mich. Es fühlt sich nicht schön an. Es ist ganz und gar nicht schön. Überhaupt nicht schön. Es ist grässlich. Schmerzhaft. Die Lichter sind zu grell. Zu schnell. Zu hell. Sie brennen sich in meine Netzhaut. Ich versuche die Augen zu schließen. Es geht nicht. Irgendetwas. Nein. Irgendjemand hindert mich daran. Ich versuche mich zu beruhigen. Zu konzentrieren. Auf die Details. Irgendwelche Punkte. Um den Schmerz zu lindern. Da! Ein Schatten. Eine Silhouette. Eine Gestalt. Groß. Schlank. Männlich. Mehr kann ich nicht sehn. Aber fühlen. Eine Hand streicht über mein Gesicht. Rau und sehr stark. Aber sie wird weicher als sie meine Wange schweift. Sie zieht ihre Kreise. Bis zu meinem Mund. Finger. Lang und sanft. Legen sich auf meine Lippen. Erst einer. Zwei. Drei. Dann sind sie weg. Ich höre Stimmen. Viele. Die wild durcheinander reden. Schreien. Brüllen. Wie viele genau? Vielleicht vier. Oder fünf. Ich weiß es nicht. Plötzlich Stille. Ich höre nur noch meinen Atem der wild ein und ausgeht. Und mein puckerndes Herz. Bum. Bum. Bumbum. Bumbumbum. Dann nichts. Nur noch Rauschen. Von Blut in meinen Ohren. Ich schmecke. Meine Kehle ist trocken. Zu trocken. Ich habe Durst. Riesigen Durst. Ich will mir etwas zu trinken holen. Wasser. Aber ich kann nicht. Ich kann mich nicht bewegen. Ich spüre meinen Körper nicht. Also suche ich weiter. Versuche einen Muskel zu finden der mir gehorcht. Fehlanzeige. Nichts. Gar nichts. Ich schmecke Blut. Auf meiner Zunge. Ich fahre mit meiner Zunge über meine Lippen. Trocken. Rissig. Aua! Da! Ein pieks. In meinen Arm. Links? Oder Rechts? Keine Ahnung. Es tat weh. Ich .bin ich? Ich denke nach. Zu viel. Kopfschmerzen. Ich spüre ein Kribbeln. In meinen Zehen. Es ist warm. Es wandert. Zu meinen Fersen. Knöcheln. Hinauf. Mein ganzes Bein kribbelt. Erst rechts. Dann links. Jetzt. Mein Hintern kribbelt. Unangenehm. Das Kribbeln. Wandert weiter. Hinauf. Erst meine Fingerspitzen. Dann meine ganze Handfläche. Arme. Beine. Kopf. Alles. Mein ganzer Körper kribbelt. Es wird stärker. Das Kribbeln. Zu stark. Schmerzhaft. Unerträglich. Und heiß. Kochend heiß. Dann. Weg. Ich höre auf zu atmen. Eine Dunkelheit legt sich über meine Augen. Ich bin erschöpft. So müde. Ich will schlafen. Die Lichter sind weg. Das Kribbeln, die Stimmen. Weg. Ich sinke immer tiefer. Tauche hinein. In die Dunkelheit. Ummantelt. Warm. Angenehm. Liegt auf mir. Schwer. Ich will schlafen. Gleich. Träumen. Alles vergessen. Ich gebe mich der Dunkelheit ganz hin. Werde eins mit ihr. Sie umschließt mich. Alles Licht weicht. Ein heller Blitz in weiter Ferne. So warm. So wunderschön. Kommt näher. Berührt mein Herz. So glücklich. Ich will zu dem Blitz. Ihn umarmen. Ganz nah an mich heran drücken. Weg! Nein! Ein Schlag erschüttert meine Dunkelheit. Meine wunderschöne warme… Nochmal. Größer. Stärker. Wieder und wieder. Grelles Licht durchzuckt meine Dunkelheit. Der Blitz ist weg. Die Dunkelheit wird heller. Schnell. Zu schnell.

maidengab am 5.5.15 22:31

Letzte Einträge: Prolog, Prolog, Verrückt, dass Fallen wie Fliegen ist für einen kleinen Moment-Caspar, Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll, Ja, Nein, Vielleicht- Geh Wählen

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