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Prolog

Der nächste Schlag trifft mich mit voller Wucht. Ich reiße die Augen auf. Weiß. Hell. Grell. Ein Piepen in meinen Ohren. Langsam gewöhnen sich meine Augen an das blendende Licht. Ich blinzle. Einmal. Zweimal. Erst ist alles verschwommen. Ich blinzle nochmal. Ah. Klar. Scharf. Perfekt. Ein Raum. Alles ganz weiß. Über mir eine Lampe. Sie zuckt. Eine Fliege. Oder Motte? Ein Tier fliegt ins Licht. Stößt gegen. Einmal. Zweimal. Zisch. Es fällt zu Boden. Ich versuche mich zu bewegen. Alles tut weh. Aber ich spüre meine Beine. Meine Arme. Meinen Körper. Ich lebe. Ein Glück. Ich atme tief ein. Mein Brustkorb hebt und senkt sich. Mehrere Male. Es tut weh. Aber ich kann es aushalten. Mein Blick wandert. Mein linkes Bein ist in einen Gips gehüllt. Rot. Schön. Nur die Zehen gucken noch raus. Es juckt. Ich kann nicht kratzen. Hm. Ich drehe meinen Kopf. viele kleine und große Schrammen und Kratzer zieren meinen Arm. Mein Handgelenk. Meine Hand. Da! Da steht jemand. Ein Mann. Groß. Schlank. Muskulös. Schwarze Harre. Undercut. Leicht nach hinten gegelt. Er trägt ein rotes T-Shirt mit tiefem Ausschnitt. Es hängt ihm locker am Oberkörper herunter. Unter dem T-Shirt ist seine Brust zu erkennen. Er trainiert. Das T-Shirt steckt halb in seiner Hose. Eine dunkelblaue Jeans. Er hat eine Hand in der Tasche. Die andere verschränkt mit meiner. Warm und feucht. Er trägt graue Sneaker. Schuhgröße 44. Vielleicht 45. Ich schaue in sein Gesicht. Er ist hübsch. Attraktiv. Schwarze dichte Brauen. Große blaue Augen. Unsere Blicke treffen sich. Er hat geweint. Rote Ränder ziehen sich um beide Augen. Sie sind feucht. Eine Träne bahnt sich ihren Weg über sein wunderschönes Gesicht. Als er sieht, dass ich ihn ansehe lächelt er. Sein Druck auf meiner Hand verstärkt sich. Ich öffne den Mund um etwas zu sagen aber er kommt mir zuvor. Eine klare tiefe Bassstimme. Seine vollen rötlichen Lippen zeigen die perfekten weißen Zähne. Er strahlt als er spricht: „Hi. Kate…“ Er atmet aus und sein Blick wird traurig. Kate. So heiße ich. Seine Augen sehen tief in mich hinein. Berühren mich. Lassen meinen gesamten Körper erzittern. Mein Atem und mein Herzschlag beschleunigen sich. „Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Dass du lebst. Du hattest sehr viel Glück. Nicht auszudenken was hätte passieren können, wenn…“, seine Stimme versagt. Ich hatte wohl einen Unfall. Mit dem Auto? Habe ich ein Auto? Bestimmt. Er holt Luft und spricht weiter: „…Ich hätte dich nicht alleine fahren lassen sollen. Aber du bist so… Du musstest zu deiner Schwester. Vor der Reise. Abstand von all dem Stress. Sie noch einmal sehen. Bevor du gehst. Wenn ich diesen Idioten zu fassen kriege… Betrunken. 2,3 Promille!! Ich bringe ihn um. Wenn du…wenn dir… Ich ... Du bist meine beste Freundin.“ Reise? Bevor ich gehe? Beste Freundin? Oh Gott. Dieser wunderschöne Mann ist also mein bester Freund. Mein Kumpel. Jemand der mich in und auswendig kennt.  Und ich erkenne ihn nicht.

maidengab am 7.5.15 17:10

Letzte Einträge: Prolog, Prolog, Verrückt, dass Fallen wie Fliegen ist für einen kleinen Moment-Caspar, Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll, Ja, Nein, Vielleicht- Geh Wählen

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