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Verrückt, dass Fallen wie Fliegen ist für einen kleinen Moment-Caspar

Hey Leute! Ich habe eine größere Schreibblokkade... aber in den nächsten Wochen werde ich das 1.Kapitel veröffentlichen Vorher aber ein kleiner Zwischengeschobener Beitrag. Sehr persönlich. Hab euch lieb. Kuss, maidengab <3 Ich wache auf. Gehe die Treppe runter, ziehe mich an, schnappe meine Tasche, gehe zum Zug, fahre zur Schule. Lerne, Denke, Rede. Schnappe meine Tasche, gehe zum Zug, fahre nach Hause, schließe die Tür auf, gehe in mein Zimmer, mache irgendetwas. Esse Abendbrot, gehe in mein Zimmer. Beschäftige mich mit meinem Handy, höre Musik, gucke Fernsehen. Gehe ins Bett, lösche das Licht, schließe die Augen. Schlafe. Der Wecker klingelt. Ich wache auf. Gehe die Treppe runter, ziehe mich an, schnappe meine Tasche, gehe zum Zug, fahre zur Schule. Lerne, Denke, Rede. Schnappe meine Tasche, gehe zum Zug, fahre nach Hause, schließe die Tür auf, gehe in mein Zimmer, mache irgendetwas. Esse Abendbrot, gehe in mein Zimmer. Beschäftige mich mit meinem Handy, höre Musik, gucke Fernsehen. Gehe ins Bett, lösche das Licht, schließe die Augen. Schlafe. Fünf Tage die Woche. Montag. Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Freitag. Wochenende. Ich wache auf. Frühstücke. Treffe mich mit Freunden. Bin unterwegs. Gehe ins Bett. Schlafe. Samstag. Sonntag. Neue Woche. Montag. … Wiederholung. Jeden Tag. Jede Woche. Jedes Jahr. Der gleiche Ablauf. Die gleichen Leute. Die gleichen Gesichter. Das gleiche Ich. Nein! Ich verändere mich. jeden Tag ein bisschen mehr. Keiner bemerkt es. Niemand. Nur Ich. Soweit ich mich erinnern kann, liebe ich es zu leben. Zu reisen. Dinge, neue Sachen zu entdecken, erkunden, erforschen. Zu lernen. Seit ich denken kann, lasse ich nichts unversucht. Ich probiere alles aus. Im Kindergarten habe ich meine Freunde gefunden. In der Grundschule habe ich sie kennengelernt. Auf dem Gymnasium habe ich gelernt sie zu unterscheiden. Etwa in der neunten Klasse fing es an. Glaube ich. Vielleicht auch früher. Aufjedenfall war es schlimm, weil ich nicht wusste...wer...wie viele...und ob überhaupt. Nicht Mobbing. Das ist etwas anderes. Ich würde es nicht so bezeichnen. Mobbing. Das ist etwas, wobei die Person, das Opfer, weiß, dass es gehänselt wird und von wem...und es fühlt sich auch anders an...es ist offensichtlich. Die Person wird direkt angegriffen. In der Öffentlichkeit. Beschimpft. Geärgert. Gemobbt. Nein. Als Mobbing würde ich das nicht bezeichnen. Mobbing. Damit wäre ich klargekommen. Dagegen hätte ich vorgehen können. Das hätte mich nicht zerstört. Wäre nicht langsam gewachsen. Hätte mich nicht von innen zerfressen. Hätte mich nicht verfolgt. Hätte mich nicht so kaputt gemacht. Jeder Mensch sieht anders aus. Jeder Mensch ist einzigartig. Wir alle sind verschieden. Jeder hat seine Guten und Schlechten Eigenschaften. Jeder hat Makel. Niemand ist perfekt. Niemand kann perfekt sein. Und doch versuchen wir es alle. Perfekt zu sein. Vollkommen. Ohne Fehler. Das kann aber niemand schaffen. 100% von dem was wir glauben, das perfekt ist. Jeder hat von Perfekt sein seine eigenen Vorstellung. Und niemand kann das erreichen. Wir versuchen alle etwas zu erschaffen, was unmöglich und total unnötig und überbewertet ist. Wieso versuchen wir nicht einfach so zu bleiben wie wir sind, als etwas hinterherzulaufen, das es nicht gibt?! Jeder Mensch auf der Welt ist doch irgendwie schon längst auf seine Weise vollkommen. Stell dir vor, du würdest in einer Gemeinschaft leben, in der alle nach außen hin lieb und nett sind und in der sich alle mögen. Du wärst total glücklich und dir ginge es gut. Du kämest an und hättest viele Freunde. Und von einen auf den anderen Tag, ist alles anders. Weil du es herausbekommst. Du kriegst mit, was sie tun. Du bemerkst es. Sie geben dir Spitznamen. Bösartige, fiese Spitznamen. Die dich verletzen. Die dich kaputt machen. Sie reden über dich. Hinter deinem Rücken und doch nahe genug, dass du das flüstern hörst und weißt, dass es um dich geht. Und doch bist du nicht sicher. Du beginnst an dir zu Zweifeln. Dich zu hassen. Du warst ein so glücklicher Mensch, voll und ganz mit dir zufrieden. Und dann. Du fängst an dich selbst in Frage zu stellen. Du HASST dich! Du verstehst nicht, wie man so etwas wie dich mögen kann. Und du stellst fest, dass das überhaupt keiner tut. Dich mag niemand. Weil du nicht in das Ideal passt, was sie erschaffen haben. Weil du etwas an dir hast, was sie stört, was sie nicht verstehen. Du bist falsch. Du bist hässlich. Du gehörst hier nicht hin. Du bist wertlos. Unausgesprochen. Schlimmer. Verletzender. Zerstörerischer. Als, wenn man es direkt in dein Gesicht brüllt. Es hat mich kaputt gemacht. Ich habe eine Maske erschaffen, die ich nicht mehr abnehmen kann. Eine Maske, die mein wahres Ich verdeckt. Das Ich, das nicht anerkannt wurde. Das ich, das mich glücklich gemacht hat. Bis es verurteilt wurde. Bis ich es vergraben musste. Ich setzte eine Hülle auf, die mich beschützt. Vor dem, was passiert ist. Die mich rettet. Die mich verschwinden lässt. Eine Maske, die passt. Nach außen hin. Ich verstecke alles dahinter. Lasse nichts an die Oberfläche kommen. Bin nicht so, wie ich sein möchte. Aus Angst alles erneut zu erleben. Aus Angst mich zu verlieren in einem Loch. Aus Angst von einer Dunkelheit verschluckt zu werden, die ich nicht überleben kann. Ich Stehe am Abgrund und will Fallen. Will Fallen, weil es mir das Gefühl von Freiheit gibt. Fallen...für einen kurzen Moment wie Fliegen. Ich kann Fliegen. Fliegen, wohin ich will. Weg von alledem, was mich zerstört. Aber nein. Nicht weg. Nicht für immer. Nur für einen kurzen Augenblick. Denn ich versinke. Jeden Tag einen Millimeter tiefer in eben dieser Dunkelheit, vor der ich solche Angst habe. Ich verändere mich jeden Tag. Jede Minute, jede Sekunde ein weiteres kleines Stückchen. Meine Maske ist keine Rettung. Sie ist eine Krankheit. Sie passt von außen. Aber von Innen macht sie mich immer weiter kaputt. Sie zerfrisst mein wahres Ich, wie ein Parasit. Und ich falle immer weiter in das Loch. Stehe am Abgrund und will springen. Will endlich Fallen um zu Fliegen. Ich habe Angst. Aber in dieser Dunkelheit gibt es ein paar Glühwürmchen, die mich halten und aus dem Loch herausziehen. Sie versuchen mir einen Weg zu zeigen, meine Maske abzunehmen. Mein wahres Ich wiederzufinden. Sie retten mich. danke.

maidengab am 9.7.15 20:54

Letzte Einträge: Prolog, Prolog, Prolog, Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll, Ja, Nein, Vielleicht- Geh Wählen

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.7.15 23:08)
Sprichst mir aus der seele!

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